Eigenverantwortliches Lernen


Ziel unserer Arbeit ist es, unseren Kindern fundamentale Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten so zu vermitteln, dass sie künftigen Anforderungen wie Teamfähigkeit, Kreativität, Selbständigkeit, Eigenverantwortung, Reflexionsfähigkeit, etc. ... gewachsen sind, aber auch zentrale Orientierungen wie Toleranz und Mitmenschlichkeit leben können.

Nicht mehr die Reproduktion von Auswendiggelerntem, sondern die Fähigkeit, an neue  Sachverhalte so heranzugehen, dass ich sie strukturieren kann, dass ich weiß, wo ich mir Informationen verschaffen kann, wie ich Wichtiges festhalten kann, in welcher Form ich Ergebnisse darstellen kann – kurz: das Lernen des Lernens muss gefördert werden, dauerhafte Lernmotivation muss aufgebaut werden.

Von Anfang an werden die Kinder angeleitet, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. So führt jedes Kind vom ersten Schultag an ein Lerntagebuch, in dem es festhält, was es gelernt hat. Damit dokumentiert es seine Lernprozesse, lernt sachbezogenes Reflektieren, legt Rechenschaft ab.

Von jedem Kind wird gefordert, sich im Rahmen seiner Fähigkeiten anzustrengen und Leistungen zu erbringen. Die Lehrerin macht ihre – an den Möglichkeiten des einzelnen Kindes orientierten – Erwartungen deutlich. 

 

Im jährlichen Entwicklungsgespräch (Kindersprechtag) hat jedes Kind Gelegenheit, mit der Lehrerin über das eigene Lernen zu sprechen: Wo liegen meine Stärken? In welchem Bereich will ich mich verbessern? Gemeinsam wird eine Zielvereinbarung getroffen, Kriterien und Indikatoren, an denen die Erreichung des Ziels ablesbar wird, definiert und ein Zeitpunkt zur Überprüfung festgelegt. Dieses persönliche „Entwicklungsvorhaben“, das die klassischen Schritte der Selbstevaluation enthält, wird dokumentiert.

Unterrichtsqualität wird entscheidend bestimmt von den dem Unterricht zugrunde liegenden fachlichen Konzepten.

Auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne, nach sorgfältiger Analyse der Voraussetzungen, unter Einbezug neuer fachdidaktischer Erkenntnisse haben wir systematisch Grundsätze

  • des Rechtschreibunterrichts,
  • Schriftspracherwerbs,
  • des Mathematikunterrichts,
  • der Sprachförderung und
  • zur Förderung der Lesekompetenz

erarbeitet, Ziele benannt, Materialien und Arbeitsformen vereinbart.

Alle Konzepte beinhalten den Grundsatz der aktiven Auseinandersetzung und Aneignung, die Akzeptanz und Unterstützung der eigenen Lernwege der Kinder und die Reflexion von Lösungen.

In Mathematik wird von Anfang an prozedurales Wissen durch offene Aufgabenstellungen gefördert, bei der die Kinder eigenes Vorwissen und eigenes Vorgehen dokumentieren können. Im Sachunterricht legen wir Wert darauf, am Vorwissen der Kinder anzuknüpfen, ein Thema zu gliedern, Teilschritte festzulegen, planvolles Vorgehen einzufordern, Ergebnisse zu präsentieren und den Arbeitsprozess zu reflektieren.